Andreas erreicht Platz 2 bei Materna Programmierwettbewerb

Datenmengen wachsen oft exponentiell und die Notwendigkeit, sie zu speichern und zu analysieren, wächst noch schneller. Data Science, Datenaufbereitung, Analyse, Datenexploration, Vorhersage sind immer wichtiger werdende Ansätze zur Arbeit mit Daten.

Daten sind das neue Öl. Es ist ein wertvolles Gut, das verwendet werden kann, um Erkenntnisse zu gewinnen und Entscheidungen voranzutreiben. Data Science ist der Prozess, Wissen und Wert aus Daten zu extrahieren, um bessere Entscheidungen zu treffen.

Und genau darum ging es bei der Code Competition “Big Data Predictions“, die IT-Talents gemeinsam mit der Materna Information & Communications SE durchgeführt hat. Andreas hat bei diesem Programmierwettbewerb den zweiten Platz erreicht. Im Interview stellt er sich, seine Lösung und seine Motivation vor.


IT-Talents: Hallo Andreas! Herzlichen Glückwunsch zu Deinem beeindruckenden zweiten Platz bei der Code Competition. Du konntest mit Deiner Anwendung und Deinem guten Code überzeugen. Stell Dich den anderen Talenten doch kurz vor.


Andreas: Ich heiße Andreas, bin 36 Jahre alt, habe Ingenieurinformatik studiert und bin bei einem Automobilhersteller in einer KI-Abteilung tätig.

IT-Talents: Was hat Dich motiviert, an der Competition teilzunehmen und wie bist Du auf den Wettbewerb aufmerksam geworden?

Andreas: Ich mag Programmierwettbewerbe und da mir die Programmierung in letzter Zeit im Beruf zu kurz kam, wollte ich einfach mal wieder an so etwas teilnehmen. Ich hatte deshalb im Internet nach Programmierwettbewerben gesucht und bin dabei auf IT-Talents gestoßen. Leider war der damals aktuelle Wettbewerb nahezu vorbei, aber bei der Big Data Predictions war ich dann dabei.

IT-Talents: Wie bist Du an die Lösung der Aufgabenstellung herangegangen?

Andreas: Mein erster Schritt ist immer, mir die Daten genauer anzuschauen. Ich habe deshalb meine Rapid Prototyping Umgebung KNIME angeworfen und die Daten detaillierter betrachtet, um sie erstmal zu verstehen. Auffällig war, dass das noch nicht wirklich Big Data ist 😉 weshalb hier klassische Tools sehr gut funktionieren sollten. Durch Plots und statistische Analysen habe ich dann ein besseres Verständnis der Daten gewonnen und offene Fragen, die nach mehr Einblick in die Bedeutung der Datenfelder verlangen, gesammelt und später an die Wettbewerbsleitung adressiert. Zudem habe ich mir eine Ideensammlung angelegt, was ich mit diesen Daten genau machen könnte und diese Ideen dann zuerst prototypisch in KNIME getestet und danach in Java programmiert. Später war ich dann nur noch in Java unterwegs. Erkenntnisse habe ich mir parallel mitgeschrieben und am Ende eine Dokumentation daraus erstellt.

IT-Talents: Wieso hast Du Dich für Deinen Technologie-Stack (Java) entschieden?

Andreas: Dafür gibt es eigentlich zwei sehr einfache Gründe. Der Erste ist, dass Java seit mehr als 20 Jahren meine „Muttersprache“ ist und ich daher einfach sehr schnell damit programmieren kann. Der Zweite ist, dass KNIME und seine Erweiterungen auf Java basieren. Folglich kann ich in KNIME umgesetzte Datenverarbeitungen schnell nach Java portieren, da größtenteils dieselben Bibliotheken im Hintergrund stecken.

IT-Talents: Welche Probleme sind bei der Entwicklung der Software aufgekommen? Wie lange hat die Entwicklung gedauert?

Andreas: Insgesamt habe ich für den Wettbewerb ca. 40 Stunden investiert, wobei ich für die reine Entwicklung ca. 30 Stunden einplanen würde. Probleme bei der Entwicklung der Software gab es so nicht 😉, außer vielleicht ein neu entdeckter Bug in einer von mir verwendeten Bibliothek. Problematischer war eher meine knappe Zeit. Aufgrund meines Berufs und dass meine Frau und ich einen kleinen Sohn haben, blieb mir meist nur ab 22 Uhr Zeit, um an dem Projekt zu arbeiten. Das ist nach einem langen Tag aber nicht immer ganz einfach. Für mich erschwert wurde es eher noch dadurch, dass die Aufgabenstellung sicherlich bewusst sehr schwammig gehalten wurde. Es war nicht wirklich klar, was das konkrete Ziel ist, was die Lösung erreichen muss und dadurch ist es in gewisser Weise auch ein Glücksspiel gewesen, auf welche Aspekte ich mich konzentriere. Das war in der Realität meist anders, weil man eben durch ein gutes Anforderungsmanagement eine Aufgabe relativ klar abgrenzen kann.

IT-Talents: Und was hast Du durch die Entwicklung gelernt?

Andreas: Klingt es komisch, wenn ich sage nichts? 😉 In der Tat, habe ich eigentlich durch die Entwicklung nur gelernt, wie ich meine knappe Zeit möglichst gut planen muss, um am Ende was zu erreichen. Fachlich war da wenig Neues dabei.

IT-Talents: Was würdest Du Dir thematisch gerne einmal als Code Competition wünschen?

Andreas: Ich persönlich finde Wettbewerbe spannender, in denen es auf „echte“ Algorithmik ankommt. Aufgaben, in denen ich Bibliothek XY mit Bibliothek ABC verheiraten muss, finde ich eher uninteressant, weil ich es einfach als nicht so herausfordernd ansehe. Das Programmieren von kleinen Spiele-KIs, wo man sich z.B. Gedanken um Wegplanung, Optimierungen, Strategien und Taktiken machen muss, finde ich viel spannender und lehrreicher.

IT-Talents: Zu guter Letzt: Wie findest Du die IT-Talents.de Plattform, welche Verbesserungsmöglichkeiten siehst Du?

Andreas: Ich finde es eine spannende Plattform, die gerade Absolventen und Young Professionals einen tollen Überblick über IT-Tätigkeiten in der Praxis gibt. Von daher ist es einfach ein großartiger Ansatz, um den IT-Nachwuchs in Deutschland zu fördern, was ich nur begrüßen kann. Was ich an Verbesserungsmöglichkeiten sehe? Mehr Code Competitions! 😉 Mir ist natürlich klar, dass die Ausrichtung, Organisation und das Sponsoring solcher Wettbewerbe mit deutlichem zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden ist und man daher nicht ständig solche Wettbewerbe veranstalten kann. Von daher noch mal ein großes Dankeschön für die Organisation dieses Wettbewerbs!

IT-Talents: Vielen Dank für Deine Teilnahme, das Interview und viel Spaß mit Deinem Gewinn 😉

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