▷ Was machen Fachinformatiker für Systemintegration?

Technisches Verständnis und Spaß an der Arbeit mit Menschen

Ein Fachinformatiker mit der Fachrichtung Systemintegration muss sehr vielseitig sein. Es ist wichtig, dass er ein technisches und logisches Verständnis hat, um die Problemstellungen, mit denen er konfrontiert wird, auch sinnvoll angehen zu können. Er sollte allerdings auch Freude an der Arbeit mit Menschen haben, da er viel Kontakt entweder zu Kunden oder zu firmeninternen Mitarbeitern hat, denen er mit Rat und Tat zur Seite steht.

Spaß an der Arbeit am Computer ist eine der grundlegenden Voraussetzungen, wenn Du über eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration nachdenkst, da Du dort die meiste Zeit verbringen wirst – entweder an Deinem eigenem oder an dem eines Kollegen oder Kunden. Deine Aufgabe ist es unter anderem, dafür zu sorgen, dass die Technik innerhalb des Unternehmens reibungslos funktioniert und, sollte doch einmal ein Fehler auftreten, diesen schnellstmöglich zu beheben. Das, ebenso wie deine Verantwortlichkeit für die Sicherheit (kein Zugriff von außen auf interne Datenbanken, Viren vorbeugen), sorgt dafür, dass auf Dir eine große Verantwortung lasten kann.

Du solltest deswegen ordentlich arbeiten, aber auch ein gewisses Maß an Selbstsicherheit mitbringen, um diese Verantwortung schultern zu können und Dich nicht verrückt zu machen. Dein Aufgabenbereich beginnt bei der Unterstützung von Mitarbeitern, geht über die Wartung von Serverräumen bis hin zur Zusammensetzung von Soft- und Hardwarekomponenten zu ganzheitlichen Systemen, die Du dann beim Kunden installierst. Auch telefonischer Support ist keine Seltenheit für Dich. Last but not least zählt auch eine Art Einkaufsberatung bezüglicher neuer Geräte zu Deinen Aufgaben, da Du immer auf dem neusten Stand sein solltest. Dabei kommt Dir ein grundlegendes betriebswirtschaftliches Wissen zu Gute, dass Du auch die anfallenden Kosten kalkulieren kannst und vor Deinem Chef rechtfertigen kannst, wieso er in neue Geräte für die IT-Abteilung investieren sollte.

Aufgaben

Fachinformatiker für Systemintegration kümmern sich um die Planung, den Aufbau, die Einrichtung und die Pflege von IT-Systemen. Hierzu gehören sowohl Hardware- als auch Softwarekomponenten, die es fachmännisch so aufeinander abzugleichen gilt, dass sie miteinander kompatibel sind. Der Fachinformatiker Systemintegration kümmert sich außerdem in vielen Unternehmen um die Behebung von alltäglichen Computerproblemen. Häufig sind sie im Betrieb die erste Anlaufstelle, wenn Kollegen mit anderen Fachgebieten Probleme mit ihren Rechnern haben. Daher solltest Du idealerweise bereits Erfahrung bei der Lösung von PC-Problemen haben – im besten Falle sogar mit der Lösung von Problemen, die bei der Verbindung von Rechnern in Netzwerken auftreten können.

Fähigkeiten

Als Fachinformatiker für Systemintegration benötigt man als eine der wichtigsten Voraussetzungen natürlich Interesse an Informatik und Mathematik. Naturwissenschaftliches, abstraktes, lösungsorientiertes Denken sollte für einen angehenden Fachinformatiker Systemintegration also kein Fremdwort sein. Vielmehr solltest Du Freude daran haben, technischen Problemen auf den Grund zu gehen, auch wenn es vielleicht einmal etwas länger dauert, bis die Ursache für den Fehler gefunden ist oder die Planung eines Systems abgeschlossen wurde. Dabei stehen Dir professionelle technische Diagnosehilfen und andere Hilfsmittel zur Verfügung, um Fehlerursachen möglichst schnell auf die Spur zu kommen. Bei der Planung und Pflege von Systemen ist außerdem ein planvolles, Flüchtigkeitsfehler möglichst vermeidendes Vorgehen erforderlich. Außerdem sind Fachinformatiker für Systemintegration nicht nur hinter dem Bildschirm zuhause, vielmehr kommen sie im Berufsalltag häufig mit anderen Menschen und zum Teil auch wenig technikaffinen Mitarbeitern im Kontakt. Hier sollte man über die notwendigen Sozialkompetenzen und auch die nötige Charakterstärke verfügen, um auch in solchen Situationen stets die Ruhe zu bewahren, auch wenn sich die Ursache für ein Problem vielleicht nach längerer Arbeit als für technikaffine Menschen leicht einsehbar herausstellt. Man sollte also Freude daran haben, Menschen bei technischen Schwierigkeiten zu helfen.
Außerdem ist es vorteilhaft, wenn Du Spaß daran hast, Dich immer wieder in neue Themengebiete einzuarbeiten und Dein Wissen zu erweitern. Da die Fachsprache der Informatik Englisch ist, solltest du sie gut genug beherrschen, um technische Texte zu verstehen.
Viele Unternehmen setzen für den Berufseinstieg als Auszubildender ein Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss voraus.

Ausbildung

Fachinformatiker Systemintegration wird man in der Regel durch eine dreijährige Ausbildung. Das Gehalt während des Ausbildungszeit ist dabei zum Teil stark von dem Unternehmen abhängig, bei dem man seinen Ausbildungsvertrag unterschreibt: Während die Handwerksbetriebe im Schnitt ein monatliches Gehalt von etwa 560 Euro im ersten Ausbildungsjahr zahlen, sind es in der Industrie etwa 850 Euro. Schon beim Berufseinstieg als Auszubildender kann sich die sorgfältige Auswahl des arbeitgebenden Unternehmens also lohnen. Im dritten Ausbildungsjahr gibt es im Durchschnitt etwa 100-150 Euro mehr pro Monat, je nach ausbildendem Betrieb kann der “Bonus” auf das beim Berufseinstieg als Auszubildender gezahlte Gehalt aber auch geringer ausfallen.

Fachliche Basis

Für die Ausbildung zum Fachinformatiker mit Systemintegration gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss, allerdings sind die Mehrzahl der Auszubildenden Abiturienten (Agentur für Arbeit). Die 3-jährige Ausbildung wird bevorzugt dual absolviert, also in einem Wechsel zwischen theoretischer Wissensvermittlung in der Berufsschule und praktischer Anwendung des Wissens im Ausbildungsbetrieb. Sofern man keinen Ausbildungsvertrag abschließen kann, gibt es auch die Möglichkeit, diese Ausbildung rein schulisch zu absolvieren, was allerdings – sofern eine andere Möglichkeit besteht – nicht empfehlenswert ist. Das liegt daran, dass praktische Dinge wie das Miteinander in einem Unternehmen und die Organisation der Arbeitsabläufe bei einer rein schulischen Ausbildung nicht so gut vermittelt werden können.

Zu den Ausbildungsinhalten zählt unter anderem Wissen über Betriebssysteme sowie Datenbank- und Netzwerkstrukturen, die Du jederzeit hinsichtlich ihrer Nützlichkeit in einem spezifischen Fall unterscheiden und bewerten können musst. Ebenso müssen verschiedene Programmiersprachen beherrscht werden und, je nach Problemstellung, begründete Entscheidungen für eine aus mehreren Alternativen getroffen werden können. Du wirst einzelne Soft- und Hardwarekomponenten zu ganzheitlichen Systemen zusammensetzen können und diese anschließend installieren, testen, optimieren und schließlich beim Kunden anbringen. Aber auch telefonische Beratung und Unterstützung Deiner Kollegen bei internen Problemen am Rechner fallen in Dein Aufgabengebiet. Auch bei der Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration zeigt sich also wieder – die Informatiker von heute sind Alleskönner mit einer gehörigen Portion Verständnis für Menschen, die eben nicht so viel technisches Verständnis haben.

Karrierechancen

Als Fachinformatiker Systemintegration kann man in vielen Unternehmen arbeiten, die praktisch orientierte IT-Spezialisten für die alltägliche Pflege und Betreuung von EDV-Systemen benötigen. Aber auch der Neuaufbau oder die Modernisierung bereits bestehender Systeme geschieht häufig mit der Hilfe solcher Fachkräfte. Daher sind Fachinformatiker mit diesem Fachgebiet in vielen verschiedenen Betrieben, vor allem solchen mit größeren EDV-Anlagen, gefragt. Das nach Abschluss der Ausbildung gezahlte Gehalt kann dabei u.a. auch in Abhängigkeit von der Branche und vom beschäftigenden Unternehmen variieren. Es lohnt sich also, die Augen nach anspruchsvollen Aufgaben offenzuhalten.

In welchen Unternehmen kann ich später am arbeiten?

Du hast Jobchancen in jedem Unternehmen, das in der IT-Branche angesiedelt ist. Jedes Unternehmen, das irgendeine Art von Software oder Hardware anbietet, braucht seine eigenen Experten, die entweder als Kundenberater Hausbesuche durchführen, telefonisch beraten, oder eben im eigenen Haus dafür sorgen, dass alles ordnungsgemäß läuft.

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