Gehalt in der IT: Die bestbezahlten Berufe als Informatiker 2023

Gehalt IT

Sie gelten als Meister, die lieber vor dem Computer sitzen und Gleichungen lösen, als auf Partys zu gehen. Typen, die mehrere Programmiersprachen “sprechen” – Nerds. NatĂŒrlich entsprechen diese Vorurteile nicht der RealitĂ€t. Was jedoch stimmt: man kann als IT-Spezialist gutes Geld verdienen.

Weil der Mangel an Spezialisten in der Computerindustrie zum Zittern mancher Arbeitgeber fĂŒhrt, haben IT-Profis gute Chancen. Allerdings wird nicht in allen Branchen gleich gut bezahlt. Auf das zu erreichende Gehalt wirken sich der Standort des Unternehmens ebenso wie die Spezialisierung des Mitarbeiters aus. Je gefragter Deine Arbeitskraft ist, desto höher kann Dein Gehalt ausfallen.

Was verdienen Informatiker in 2023?

Update 2022: Die Gehaltsentwicklung bei IT-FachkrÀften zeigt weiter nach oben. So konnte das Durchschnittsgehalt einer IT-Fachkraft in den letzten Jahren um mehr als 3% jÀhrlich zunehmen.

Personen mit dem höchsten Einkommen im Informatik-Bereich (aber auch eher die Ausnahme) sind GeschĂ€ftsfĂŒhrer mit einem Jahresgehalt von rund 168.000 Euro. Wenn Du eine FĂŒhrungsposition einnimmst, kannst Du mit einer deutlichen Gehaltserhöhung rechnen. Die angestrebten ArbeitsplĂ€tze und Qualifikationen im FĂŒhrungsbereich des IT-Sektors werden ĂŒberdurchschnittlich gut bezahlt. Aber FĂŒhrungskrĂ€fte haben auch mehr Verantwortung und arbeiten in der Regel meist mehr (Wochenstunden).

Die Personalverantwortung spiegelt sich in der VergĂŒtung des IT-Managers wider: Sein durchschnittliches Jahresgehalt liegt bei rund 111.000 Euro. Es folgen IT-Projektmanager mit rund 68.465 Euro und Produktmanager mit 71.644 Euro. IT-Berater verdienen rund 62.000 Euro und Mitarbeiter im Bereich IT-Sicherheit (z.B. Consultant) rund 75.841 Euro pro Jahr. Java-Entwickler gehen recht gut bezahlt mit 67.996 Euro nach Hause. Wer im Bereich der Computerausbildung arbeitet, verdient ca. 47 600 Euro. System- und Netzwerkadministratoren erhalten 45.800 Euro und Anwendungsbetreuer verdienen zwischen 38.000 Euro und 57.600 Euro.

Wichtig ist zu beachten:
Es handelt sich um Durchschnittseinkommen, denn Faktoren wie die GrĂ¶ĂŸe des Unternehmens, die Branche oder die Region spielen nach wie vor eine große Rolle fĂŒr das Gehalt fĂŒr Informatiker. Dieser Grundsatz gilt besonders fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe eines Unternehmens: Je grĂ¶ĂŸer das Unternehmen, desto höher die VergĂŒtung. Ein Ă€hnliches Bild zeichnet sich fĂŒr regionale Unterschiede. Wichtig ist auch zu wissen, in welcher ĂŒbergeordneten Branche man arbeiten möchte: IT-Spezialisten im Banken- und Finanzwesen, in der ElektrizitĂ€tswirtschaft, in Beratungsunternehmen und in der Automobilindustrie verdienen ĂŒberdurchschnittlich viel. Andere Sektoren wie Werbung, Medien, öffentliche Verwaltung, Regierung, Gesundheitswesen und Großhandel bezahlen durchschnittlich weniger.

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Der Abschluss ist entscheidend

Die IT-Branche boomt. Menschen mit den erforderlichen Qualifikationen haben die besten Berufsaussichten und können ĂŒberdurchschnittliche GehĂ€lter verdienen. Dabei bestimmt der Abschluss mit ĂŒber die beruflichen Chancen. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt der IT-Spezialisten in Deutschland lag im Jahr 2017 bei 44.739 Euro brutto und (bei Steuerklasse 1) ca. 27.000 Euro netto. In Hessen (durchschnittlich 48 448 Euro) und Bayern (durchschnittlich 47 599 Euro) haben die Absolventen die höchsten EinstiegsgehĂ€lter erhalten.

EinstiegsgehĂ€lter fĂŒr Informatiker

Generell hĂ€ngt Dein Gehalt natĂŒrlich von mehreren Faktoren ab. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt fĂŒr Informatiker in Deutschland liegt bei etwa 44.700 EUR. Diese Zahl hilft Dir, ein grobes VerstĂ€ndnis fĂŒr den Verdienst zu bekommen. Die besten GehĂ€lter können im Engineering und Consulting erzielt werden. Aber auch Projekt- und Softwareentwicklungen sind sehr lukrativ, besonders der Bereich der SAP-Entwicklung ist hier zu nennen. Als Fachinformatiker ist das Einstiegsgehalt etwas geringer, als bei einem abgeschlossenen informationstechnischen Studium. Finanziell optimal ist es oft, wenn Du im Bereich Consulting tĂ€tig sein kannst. Dazu bietet es sich an, Wirtschaftsinformatik zu studieren. Das hilft, auch ein großes VerstĂ€ndnis ĂŒber betriebswirtschaftliche Prozesse zu entwickeln. GrundsĂ€tzlich ist natĂŒrlich zu bemerken, dass das Gehalt von der FirmengrĂ¶ĂŸe und der Region, in der Du tĂ€tig bist, abhĂ€ngig ist.

EinstiegsgehÀlter mit Bachelor-Abschluss in Informatik

Inzwischen gehören Bachelor- und MasterabschlĂŒsse in vielen Unternehmen zum Alltag. Interessant ist, dass es derzeit nur einen geringen Gehaltsunterschied zwischen einem Bachelor- und einem Master-Abschluss in angewandten Wissenschaften an UniversitĂ€ten und Fachhochschulen gibt, wĂ€hrend der Informatik-Abschluss mit Diplom noch deutliche Unterschiede im Gehalt aufweist. Im Durchschnitt verdienen Jung-Informatiker mit einem Bachelor-Abschluss weniger als diejenigen mit einem Master-Abschluss oder Diplom.

Wenn Du jedoch mit einem Bachelor-Abschluss beginnen möchtest, gleichen sich die Unterschiede zum Master nach etwa zwei Jahren aus. Laut einer Studie des Staufenbiel-Instituts zahlen mehr als die HĂ€lfte der Unternehmen jungen BerufstĂ€tigen mit einem Bachelor-Abschluss in Informatik ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 40.000 Euro. Bis auf wenige Ausnahmen sind auch EinstiegsgehĂ€lter fĂŒr den Bachelor-Abschluss bei Informatik-Absolventen unter 30.000 bzw. ĂŒber 55.000 Euro möglich. Bachelor-Absolventen können von einem Einstieg in grĂ¶ĂŸere Unternehmen profitieren: Einerseits gibt es mehr Wachstums- und Weiterbildungschancen und die Lohnstruktur ist wesentlich attraktiver, zumal die Löhne oft tarifvertraglich geregelt sind.

Einstiegsgehalt mit Master-Abschluss in Informatik

Mehr als vier FĂŒnftel der Bachelorabsolventen aus der Fachrichtungen planen ein Masterstudium – was von Seiten der Arbeitgeber oftmals gar nicht unbedingt notwendig wĂ€re. Denn auch ohne Master und Promotion winken wirklich gute Jobs mit guten GehĂ€ltern. Die Unterschiede zwischen dem Master-Abschluss und dem Bachelor sind sehr gering, zumindest im ersten Quartil und den Medianen.

Der Unterschied in der VergĂŒtung variiert im Durchschnitt zwischen 200 und 500 Euro pro Jahr. Erst bei Vielverdienern liegt die Hochschulbildung mit Master mit der Differenz von 3.400 Euro ĂŒber dem, was Bachelor-Absolventen erreichen können. Im Durchschnitt kann das Einstiegsgehalt mit einem Informatik-Master 46.422 Euro betragen. Viele Hochschulen bieten weitere Bachelor- und MasterabschlĂŒsse an. Auf diese Weise ersetzen diese bisherige Diplome. Dies wird erst dann schwierig, wenn Absolventen des Bachelor-Studiengangs Informatik keinen Master-Abschluss in Informatik finden. Finanziell lohnt sich der Master aber nicht immer.

Einstiegsgehalt mit Ausbildung (z.B. Fachinformatiker)

Als Fachinformatiker wirst Du z.B. in der Anwendungsentwicklung oder Systemintegration ausgebildet. Je nach Spezialisierung bist Du fĂŒr die Planungs- und Programmierumgebungen verantwortlich oder koordinierst und konfigurierst alle Strukturen und Server. WĂ€hrend der Ausbildung erhĂ€ltst Du ein monatliches Gehalt fĂŒr Informatiker, das sich mit jedem Ausbildungsjahr entsprechend der Entwicklung der FĂ€higkeiten wĂ€hrend der Ausbildung erhöht. Als neuer Auszubildender erhĂ€ltst Du durchschnittlich 695-755 Euro monatlich.

Wenn Du die Ausbildung nicht verkĂŒrzen möchtest, steigt das Azubi-Gehalt bis zum dritten Lehrjahr, wo Dich ĂŒber 800 Euro erwarten. Das Einstiegsgehalt liegt fĂŒr ausgebildete Informatiker im Bereich zwischen 1.500 bis 2.200 Euro brutto pro Monat. Aber auch EinstiegsgehĂ€lter von bis zu 2.500 Euro sind möglich, jedoch sehr selten geworden. In den nĂ€chsten fĂŒnf Berufsjahren ist es möglich, als Informatiker mit einem Mindesteinkommen von 2.500 bis 3.000 Euro zu arbeiten. Es ist wichtig, Weiterbildungsmöglichkeiten von Anfang an zu nutzen, um die eigene Qualifikation und damit auch den Lohn nachhaltig zu erhöhen.

Einstiegsgehalt in den Fachbereichen

Da die heutigen Profis in allen Wirtschaftsbereichen – von Banken bis hin zu wissenschaftlichen Einrichtungen – benötigt werden, hĂ€ngt Dein Einkommen als IT-Profi von der Branche ab, in der Dein Unternehmen tĂ€tig ist. DarĂŒber hinaus erhĂ€lt ein IT-Fachmann oftmals, wie in vielen anderen Berufen auch, ein Pauschalentgelt im Rahmen eines Tarifvertrags oder muss es direkt mit seinem Arbeitgeber verhandeln.

Am besten verdienen Sicherheitsexperten. Absolventen der Computersicherheit arbeiten mit Hochdruck gegen permanente Bedrohungen der Computersicherheit von Unternehmen, Behörden oder kritischer Infrastruktur. Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 59.000 Euro in Deutschland gehören diese Fachleute in der Regel zu den bestbezahlten FachkrĂ€ften der Branche. Selbst fĂŒr einen Supportmitarbeiter fĂ€llt jedoch immer noch ein Gehalt von etwas mehr als 36.000 Euro pro Jahr ab. Das verdienen Informatiker je nach Branche:

  • Beratung (ca. 62.000 Euro pro Jahr)
  • Projektmanagement (ca. 63 000 Euro pro Jahr)
  • Entwicklung von JAVA (ca. 47 000 Euro pro Jahr)
  • Schulung (ca. 48 000 Euro pro Jahr)

Durchschnittliche EinsteigsgehÀlter nach Berufen:

System Engineering / Admin49.985 EUR
Anwendungsentwickler50.367 EUR
Consulting / IT-Berater62.000 EUR
Quality Assurance62.109 EUR
IT-Security Consultant75.841 EUR
Risk / Compliance Management78.824 EUR
Business Analysis60.398 EUR
Datenbankentwicklung / BI62.185 EUR
Forschung48.770 EUR
IT-Projektmanager68.465 EUR
UX / UI -Designer48.990 EUR
Embedded Systems Engineer / Development68.608 EUR
Web-Developer / Webentwickler50.422 EUR
Produktmanagement71.644 EUR
Java-Entwickler67.996 EUR
Quelle: Gehalt.de & glassdoor.de, Stand: Januar 2023

EinstiegsgehÀlter nach Branche

Sehr gute Chancen hast Du bei IT-Dienstleistern und in der Softwareentwicklung. Vor allem in der Entwicklung von Apps, aber auch im Cloud Computing und Bereich Big Data ist viel Potenzial vorhanden. Mehrere Quellen geben an, dass jĂ€hrlich ĂŒber 15000 Stellen in der Softwareentwicklung ausgeschrieben werden. Auch hier ist bei der Gehaltsfrage eine Diskrepanz zwischen den unterschiedlichen Branchen festzustellen. Eine Stelle im Finanzbereich oder in der Luftfahrt ist beispielsweise höher vergĂŒtet, als in der Medienbranche.

Der klassische Sektor der Informationstechnologie, wie z.B. der Bereich ComputerausrĂŒstung, befindet sich im unteren Quartil mit den Sektoren Gesundheit, Handel und öffentliche Dienstleistungen. Traditionell zahlt der öffentliche Sektor niedrigere Löhne als die Industrie, obwohl auch andere Faktoren, wie Sicherheit oder ethische Anforderungen an die Arbeitgeber, eine Rolle fĂŒr diese Arbeitgeber spielen können.

EinstiegsgehÀlter im Konzern, Mittelstand oder StartUp?

Wie bereits erwĂ€hnt, wirkt sich natĂŒrlich auch die GrĂ¶ĂŸe des Unternehmens auf Dein Einstiegsgehalt aus. Hierbei gilt die Faustregel: Je grĂ¶ĂŸer das Unternehmen und je mehr Mitarbeiter in diesem Unternehmen arbeiten, umso grĂ¶ĂŸer ist in der Regel auch Dein Einstiegsgehalt.

Des Weiteren sind bei der Wahl des Unternehmens Unterschiede zu beachten. GrundsĂ€tzlich kann hier zwischen Konzern, Mittelstand oder Start-up differenziert werden. Welche Unternehmensform fĂŒr Dich die beste ist, hĂ€ngt von Deinen individuellen PrĂ€ferenzen ab. Die folgende Darstellung der Eigenschaften kann Dir eventuell bei der Entscheidungsfindung helfen:

Konzern mit höchstem Gehalt

Bei einem Konzern ist allgemein das Gehalt eher höher und es gibt viele Trainee- und Weiterbildungsprogramme. Daraus resultieren auch gute innerbetriebliche Aufstiegsmöglichkeiten. Ferner ist das Risiko, dass das Unternehmen bankrott geht und der Arbeitsplatz verloren geht, eher gering. Zudem sind solche Unternehmen zumeist international aktiv und es besteht die Möglichkeit auch international zu arbeiten.

Allerdings ist der Arbeitsalltag in Konzernen hÀufig sehr unpersönlich und die Hierarchien sind klar gesetzt, die Höhe der persönlichen Verantwortung aber nicht immer klar erkennbar. Das ist ein Unterschied zum Mittelstand.

Im Mittelstand oft ein mittleres Gehalt

In mittelstĂ€ndischen Betrieben wird recht schnell deutlich, wie viel Verantwortung Du hast und welche Aufgaben in Deinen persönlichen Bereich fallen. Auch ist das Arbeitsumfeld meist familiĂ€rer, als bei international agierenden Konzernen. Kurz zusammengefasst kann gesagt werden, dass der Arbeitsalltag im Mittelstand dem in großen Unternehmen nicht gĂ€nzlich unĂ€hnlich ist, sich jedoch alles in einem etwas kleineren Rahmen abspielt und in der Regel mehr GestaltungsspielrĂ€ume vorhanden sind, sowie eigenverantwortliches Arbeiten ermöglicht wird.

Start-Up: hohes Lernpotential, flache Hierarchien, eher tendentiell geringstes Einstiegsgehalt

Dann gibt es noch die Start-ups. In diesen hast Du normalerweise sehr viel individuelle Gestaltungsfreiheit und kannst Deine eigenen Gedanken und Ideen mit einbringen. Auch haben sie meist weniger formale AnsprĂŒche an Lebenslauf und Qualifikation, als Großunternehmen – das Leistungsprinzip ist weiter verbreitet. Falls Dein Notendurchschnitt eher durchwachsen ist, kannst Du ĂŒber ein Start-up den Berufseinstieg leichter finden. Das Risiko, dass solch ein Unternehmen scheitert ist natĂŒrlich deutlich höher und somit ist auch keine finanzielle Sicherheit gegeben. Jedoch sind die Hierarchien flacher und Deine persönliche Verantwortung ist sehr deutlich sichtbar. Du siehst also: Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Einstiegsgehalt nach Bundesland

Ganz egal, ob Du ein Schwabe, ein Nordlicht oder ein RheinlĂ€nder bist: Es stellt sich natĂŒrlich die Frage, ob Du flexibel bist, was das Bundesland betrifft, in welchem Du arbeiten willst oder ob es zu Hause doch am schönsten ist. Um eine Entscheidung zu treffen, ist es angebracht, die Verdienstmöglichkeiten in den einzelnen BundeslĂ€ndern zu vergleichen.

Trotz der ĂŒberdurchschnittlich hohen AnfangsvergĂŒtungen von IT-FachkrĂ€ften gibt es große regionale Unterschiede. In jedem Fall ist noch immer ein deutlicher Unterschied zwischen den neuen und alten BundeslĂ€ndern zu erkennen. In den LĂ€ndern der ehemaligen DDR sind die GehĂ€lter meist niedriger und der Anteil von Informatikern an der arbeitenden Gesamtbevölkerung sehr gering. Im Gegensatz dazu, ist er in Hamburg, Hessen, Baden-WĂŒrttemberg, Berlin und Bayern sehr hoch. In diesen BundeslĂ€ndern sind viele Unternehmen ansĂ€ssig, es gibt IT-Ballungszentren.

In Frankfurt am Main, Stuttgart und dem als Boom-Metropole bekannten MĂŒnchen sind die Chancen auf ĂŒberdurchschnittliche IT-Löhne sehr hoch. Die Einkommen liegen hier oft zwischen 10 und 17% ĂŒber dem Durchschnitt. Wenn Du Dich in NĂŒrnberg, Erfurt oder anderen Regionen in Franken oder ThĂŒringen bewerben möchtest, kannst Du mit einem Mindestlohn von 77-106% dieser Durchschnittslöhne rechnen.

Freelancer werden oder Festanstellung suchen?

Es ist kein Geheimnis, dass einige Leute frĂŒh aufstehen, wĂ€hrend andere erst spĂ€t in der Nacht mit voller Geschwindigkeit laufen. Als normaler Arbeiter kannst Du Deine Arbeitszeiten nur eingeschrĂ€nkt wĂ€hlen. Wenn Du selbststĂ€ndig bist, hast Du den Luxus, Deine Arbeitszeit frei einzuteilen. Es gibt nichts Besseres fĂŒr produktive Arbeit und Work-Life-Balance. Denn solange die Arbeit getan ist, liegt es an Dir, zu entscheiden, wann Du Feierabend machen möchtest. Das ist ein großer Vorteil fĂŒr Freelancer – bringt aber auch die Pflicht zur Selbstbeherrschung und eine erhöhte Disziplin mit sich, denn die Aufgaben mĂŒssen natĂŒrlich trotzdem erledigt werden.

Als unabhĂ€ngiger Informatiker hast Du den Vorteil, dass Du nichts anderes als Deinen Laptop zum Arbeiten benötigen wirst. Ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs – wenn Du ĂŒber eine stabile Internetverbindung und Mobiltelefonempfang verfĂŒgen kannst, kannst Du auch ĂŒberall arbeiten – ob das produktiv ist, steht auf einem anderen Blatt.

Dadurch entsteht ein weiterer Vorteil: Bahnreisen und FlĂŒge an sich sind schon praktisch rentabel, denn Wartezeiten sind jetzt potenzielle Arbeitszeit. Wenn Du als Festangestellter in einem Unternehmen arbeiten möchtest, erhĂ€ltst Du Sicherheit, Du hast ein geregeltes Einkommen und geregelte Arbeitszeiten und Du musst Dich nicht (zumindest nicht primĂ€r) um Deine Altersvorsorge und Krankenversicherung kĂŒmmern.

Es gibt auch Nachteile bei der Arbeit als Freelancer

Die vermeintlichen Vorteile des nominell oft höheren Einkommens als Freelancer bringen jedoch auch Nachteile mit sich.
Als Freiberufler wird Dir zunĂ€chst der Gesamtbetrag eines ProjektesĂŒberwiesen. Dadurch sieht es vorerst so aus, als ob Du wesentlich grĂ¶ĂŸere Summen verdienst.

Du bist als Freelancer jedoch selbst fĂŒr Deine Krankenversicherung und Altersvorsorge zustĂ€ndig. Da diese Posten bei Angestellten direkt vom Lohn abgezogen werden, hinkt der direkte Gehaltsvergleich etwas. Auch steuerliche Aspekte musst Du eigenverantwortlich beachten. So kann Dein nominelles Einkommen drastisch zusammenschrumpfen.

Du kannst (und musst) als Freelancer jedoch in der Regel mehrere Kunden und Projekte gleichzeitig bedienen und Deine eigenen StundensĂ€tze zumindest in einem Rahmen festlegen. Als Mitarbeiter eines Unternehmens gibt man Freiheit, aber man bekommt Sicherheit dafĂŒr. Eine dieser Garantien ist, dass die Arbeit am nĂ€chsten Tag auf Dich wartet. Der tĂ€gliche Kampf eines Freiberufler um AuftrĂ€ge ist fĂŒr jeden Mitarbeiter eine selbstverstĂ€ndliche Gegebenheit. Als SelbstĂ€ndiger musst Du nach Deinen eigenen Aufgaben suchen.

Gehaltsentwicklung nach dem Einstieg

Zu guter Letzt ist es noch von Bedeutung zu wissen, wie sich das Gehalt ĂŒber die Jahre verĂ€ndert.

Allgemein bestehen sehr gute Chancen, dass das Gehalt von Informatikern weiterhin ansteigt. Einige Prognosen deuten darauf hin. Mit steigender Erfahrung kommt mehr Wissen und als logische Konsequenz daraus, irgendwann auch eine hohe Verantwortung und ein dementsprechendes Gehalt. Wenn Du Dich kontinuierlich weiterentwickelst und Dir auch im betriebswirtschaftlichen Bereich ein umfassendes Wissen aneignest, steht Dir eine ausgezeichnete Zukunft bevor. Zumal IT-Skills in der Regel sehr vielseitig in den verschiedensten Unternehmen einsetzbar sind.

Als Informatiker hat man in der heutigen Zeit beste Chancen, in einer wichtigen Branche zu arbeiten und dafĂŒr eine ĂŒberdurchschnittliche VergĂŒtung zu erhalten. In was fĂŒr einem Unternehmen Du tĂ€tig sein möchtest, hĂ€ngt von Deinen WĂŒnschen und BedĂŒrfnissen ab. Es kann aber mit hoher Wahrscheinlichkeit gesagt werden, dass Du ein passendes Unternehmen finden wirst. Denke auch an Deine persönliche Verwirklichung und nicht unbedingt primĂ€r auf das Gehalt.

Liste: Die 6 IT-Jobs mit dem höchsten Gehalt

Im Folgenden möchten wir euch 6 konkrete Jobs aufzeigen, in welchen Ihr ĂŒberdurchschnittlich viel verdienen könnt.

IT-Datenarchitekt

Ein Datenarchitekt beschĂ€ftigt sich mit dem Design und Aufbau von einer ganzheitlichen Datenarchitektur. Das bedeutet du wĂŒrdest Daten speichern, verarbeiten und bereitstellen. Die Aufgaben eines Datenarchitekten sind strategischer als die meisten Berufe in diesem Bereich. Neben der FĂŒhrung von Datenarchitektur-Projekten kannst du bei verschiedensten IT-Projekten als Experte oder auch bei der Kontrolle der Data Governance mitwirken. Außerdem hast du die Möglichkeit im Bereich DatenqualitĂ€t, -schutz und -sicherheit tĂ€tig zu werden.

Das jĂ€hrliche Durchschnittsgehalt betrĂ€gt rund 61.100 Euro.

Applikationsingenieur

Ein Applikationsingenieur stellt die technische Schnittstelle zu den Kunden dar, entwickelt informationstechnologische Anwendungen und ist gleichzeitig auch fĂŒr den Vertrieb zustĂ€ndig. Du kannst dich unter anderem mit der Betreuung von Kunden, der Erschließung neuer Anwendungsbereiche, der DurchfĂŒhrung von technischen Schulungen oder der UnterstĂŒtzung des Vertriebsteams beschĂ€ftigen. Dadurch bietet sich dir die Möglichkeit in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen wie im Maschinenbau oder in der Elektrotechnik tĂ€tig zu werden.

Das Jahresdurchschnittsgehalt eines Applikationsingenieurs kann auf durchschnittlich 58.526 Euro geschĂ€tzt werden.

Software-Architekt

Ein Software-Architekt wird fĂŒr die Entwicklung einer neuen App, eines Programms oder umfangreicher Datenbanken benötigt. Du bist fĂŒr die Konzipierung, Erweiterung und die Verwirklichung der Idee verantwortlich. Durch deine TĂ€tigkeit kommst du in engen Kontakt mit Grafikdesignern, Marketingmitarbeitern bzw. Projektleiter. Deine Mitarbeit wird vor allem in großen Unternehmen, welche sich mit Softwareentwicklung beschĂ€ftigen, benötigt. Aber auch Kundenbesuche, die Teilnahme an Konferenzen bzw. die UnterstĂŒtzung in der IT einer Firma können zu deinem Aufgabenbereich werden.

Der Jahresverdienst liegt bei durchschnittlich 62.168 Euro.

System Engineer

Als System-Engineer optimierst du den gesamten Prozess der Konzeption und Fertigung in einem Unternehmen. Du sorgst dafĂŒr, dass einzelne Module und Anwendungssysteme angepasst werden und die Produktentwicklung voranschreitet. Da du als Projektleiter agierst, ist es notwendig, dass die QualitĂ€t des Produktes und auch das Risiko abgestimmt werden. Gleichzeitig bringst du alle Vorstellungen der unterschiedlichen Teams unter einen Hut. Karrieremöglichkeiten gibt es vor allem bei Elektronik- und Technologiekonzernen, aber auch bei Finanzdienstleistern.

Das Durchschnittsjahresgehalt betrĂ€gt rund 49.000 Euro

Softwareentwickler

Ein Softwareentwickler kann auch als Fachinformatiker bezeichnet werden. Seine Aufgabe ist eine Software zu entwerfen und anschließend zu implementieren. Deine TĂ€tigkeit bezieht sich auf die Analyse von IT-Prozessen, die Entwicklung von Front- und Backend-Lösungen und die Programmierung mit beispielsweise Java. Außerdem berĂ€tst und betreust du Kunden und entwickelst A/B-Tests. Auch als Softwareentwickler/in hast du unzĂ€hlige Aufstiegschancen.

Vom Ableitungsleiter/in bis zum Chief Information Officer (CIO) in einem Unternehmen stehen dir alle TĂŒren, bei einem Durchschnittsjahresgehalt von 62.959 Euro offen.

IT-Berater

Als IT-Berater berĂ€ts du Unternehmen bezĂŒglich Computersystemen und Anwendungen. Du vergleichst die vielen Angebote und versuchst die optimale Lösung fĂŒr deine Kunden zu finden. Aber nicht nur beraten, sondern auch die Entwicklung von Lösungsmodellen und -strategien, die PrĂ€sentation von Produkten oder die Organisation von Arbeits- und SystemablĂ€ufen, zĂ€hlen zu deinen Aufgaben.
Du hast auch die Möglichkeit als IT-Sicherheitsberater/in oder als IT-Projektleiter/in Karriere zu machen.

Der Jahresverdienst liegt durchschnittlich bei 62.000 Euro.

Die AufzÀhlung zeigt


Hinter IT-Jobs steckt viel mehr als reine Computerarbeit. Du musst in vielen Bereichen auch wirtschaftlich, sozial und gesellschaftlich engagiert sein, um erfolgreich zu werden. Ein Job im IT-Bereich bietet, aufgrund der zunehmenden Digitalisierung, unzĂ€hlige Karrieremöglichkeiten und wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Ausblick: Wie wird sich das Gehalt fĂŒr Informatiker entwickeln?

Starke Lohnsteigerungen sind auch beim Gehalt fĂŒr Informatiker in den nĂ€chsten Jahren nicht zu erwarten. Dennoch wird die IT-Branche weiter positiv wachsen. Dies ist auch eine EinschĂ€tzung des Branchenverbandes ITC Bitkom, der einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach IT-Personal bei der digitalen Transformation von Unternehmen erwartet. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Löhne ĂŒberdurchschnittlich steigen werden.


Quellen der GehÀlter:

  • Gehalt.de (Zugriff, 06.01.2023)
  • Stepstone.de (Zugriff: 06.01.2023)
  • Glassdoor.de (Zugriff: 06.01.2023)

Der Beitrag wurde zuletzt am 06. Januar 2023 aktualisiert.

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