Was ist der Informatik Biber?

Informationen zum Schüler-Wettbewerb

Die IT und die Förderung der IT spielt in den letzten Jahren eine immer größere Rolle. Beinahe täglich erscheint eine neue Meldung zum Fachkräftemangel. Gerade deshalb ist es wichtig, Schulen und SchülerInnen für das Thema zu sensibilisieren – immerhin sitzen in deutschen Schulen die Informatiker von morgen. Deshalb hat das BWINF einen Wettbewerb ins Leben gerufen: Den Informatik Biber.

Das ist der Informatik Biber

Der Informatik Biber ist eine Art Schüler-Wettbewerb in Deutschland und findet als Online-Test statt. In diesem Test werden den Schülern spannende Aufgaben gestellt, die allerdings keinerlei IT-Fachwissen oder spezielle Vorkenntnisse erfordern. Den Biber-Test gibt es bereits seit dem Jahr 2006. Seitdem nehmen immer mehr Schülerinnen und Schüler teil. So waren es im Jahr 2007 noch etwa 22.000 SchülerInnen aus 289 Schulen. Im Jahr 2009 gab es bereits fast vier Mal so viele Teilnehmer und auch die Anzahl der teilnehmenden Schulen belief sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf 645. In den Folgejahren stiegen die Teilnehmerzahlen weiterhin rasant an. So sind es im Jahr 2017 bereits 341.241 Schülerinnen und Schüler, die an dem Biber-Test teilgenommen haben. Weiterhin sind inzwischen 1898 Schulen an dem Wettbewerb beteiligt. Allerdings erstreckte sich der Online-Test in diesem Jahr auch erstmals über zwei Wochen.

Der Biber-Test ist zwar Deutschlands größter Informatik-Schülerwettbewerb, dennoch nehmen nicht nur Kinder und Jugendliche daran teil. 2017 wurden die speziellen Aufgaben auch an die SchülerInnen deutscher Schulen im Ausland gestellt. So wie etwa in der Hauptstadt Norwegens, als auch in Hongkong in China, in Accra in Ghana, in Mountain View in den USA und in Sofia, einer Stadt in Bulgarien.

Der Bundeswettbewerb Informatik (BWINF) für Schüler und Schülerinnen

Der Informatik Biber ist ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler, die in der Klassenstufe 3 bis 13 sind. Dabei wird der Online-Test in fünf Alterklassen unterteilt.

-Klasse 3 bis 4
-Klasse 5 bis 6
-Klasse 7 bis 8
-Klasse 9 bis 10
-Klasse 11, 12 und 13

Der Onlinetest findet jährlich im November statt und wird von den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF), zusammen mit der Ernst-Denert-Stiftung und der Gesellschaft für Informatik veranstaltet.

Von der Registrierung, bis hin zur Preisverleihung

Bevor es an den Online-Test geht, müssen die Schülerinnen und Schüler zunächst angemeldet werden – so hat es der Veranstalter BWINF beschlossen. Eine eigenständige Anmeldung, durch die Eigeninitiative der SchülerInnen ist dabei allerdings nicht möglich. So muss für jede teilnehmende Schule ein Koordinator oder gar mehrere Koordinatoren bestimmt werden. Der Koordinator ist dann in der Pflicht, sich ab Mitte September des betreffenden Jahres auf der Wettbewerbsseite anzumelden. Ist die Registrierung erfolgreich abgschlossen, können sich auch die SchülerInnen anmelden. Die Schülerinnen und Schüler können dies ab September bis einschließlich einen Tag vor dem Start des Online-Tests tun.

Themenrelevante Anzeige

Exklusiv: Mit den besten IT-Arbeitgebern vernetzen!


Jeder potenzielle Wettbewerb-Teilnehmer, der für den Informatik Biber des jeweiligen Jahres angemeldet ist, kann an jedem Tag der Biberwochen beim Wettbewerb mitmachen. So wählt er den Zeitpunkt der Teilnahme selbst aus. Wurde der Test gestartet, werden nun nacheinander 15 Aufgaben gestellt. Diese Aufgaben gliedern sich in fünf einfache, fünf mittelschwere und fünf schwere Aufgaben und müssen in einem Zeitraum von maximal 40 Minuten beantwortet – also am Computer bearbeitet – werden. Diese Anzahl an Aufgaben und der Zeitrahmen betrifft allerdings nur SchülerInnen der weiterführenden Schulen. Grundschüler hingegen kriegen neun Aufgaben gestellt und müssen diese innerhalb 30 Minuten lösen.

Wird eine Frage richtig beantwortet, wird dies mit Punkten belohnt. Bei leichten Fragen gibt es 6 Punkte, bei mittelschweren Fragen 9 Punkte und bei schweren Fragen sogar 12 Punkte. Falsche Antworten hingegen werden mit Minuspunkten bestraft. Eine falsche Antwort bei einer leichten Frage macht lediglich -2 Punkte aus. Bei einer mittelschweren Frage sind es hingegen bereits -3 Punkte und bei einer schweren Frage sind es -4 Punkte. Wird eine Frage nicht beantwortet, bleibt das Punktekonto unverändert.

Maximal- und Minimalpunktzahl

Da jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin zu Beginn einen Punktestand von 45 hat, ist somit eine maximale Punktzahl von 180 zu erreichen. Das minimale Ergebnis hingegen liegt im schlimmsten Fall bei 0 Punkten.

Die neun beziehungsweise 15 Aufgaben müssen allerdings nicht zwingend in Einzelarbeit bearbeitet werden. Auch Zweier-Teams sind erlaubt. Diese werden jedoch erst am Tag der Teilnahme bekannt gegeben und arbeiten gemeinsam an einem Rechner.
Bei der Team-Teilnahme müssen beide Mitglieder ihre jeweiligen Zugangsdaten eingeben. Bei einer versäumten Anmeldung – auch wenn es nur ein Team-Mitglied betrifft – erfolgt keine Registrierung der Teilnahme und somit auch keine Ausstellung einer Urkunde.

Bescheinigung über die Teilnahme am Informatik-Wettbewerb

Jeder Teilnehmer, der auch ordnungsgemäß registriert wurde, erhält nach dem Wettbewerb eine Urkunde – ab der Jahrgangsstufe 9 muss für eine Urkunde allerdings die Leistungsstufe erreicht werden. Wer besonders gut beim Online-Test abgeschnitten hat, der erhält zusätzlich zu seiner Urkunde einen kleinen Sachpreis und auch besonders aktive Schulen werden zusätzlich belohnt.

Fazit: Das Ziel des Wettbewerbs und die Zukunftsaussicht

Für die Teilnahme am Informatik Biber werden keine Vorkenntnisse im Bereich IT benötigt. So geht es dem Veranstalter BWINF vielmehr um logisches und strukturiertes Denken. Aussagen des Geschäftsführers der Bundesweiten Informatikwettbewerbe zufolge, geht es während der Wettbewerbe aber vor allem darum, das Interesse der Schüler an Informatik besonders früh zu wecken. Aber auch das Interesse der Schulen an IT soll nachhaltig gestärkt werden. Anhand der wachsenden Teilnehmerzahlen lässt sich erkennen, dass das Thema Informatik inzwischen in den Alltag vieler Schulen gehört. Sollten sich in den nächsten Jahren noch mehr Schulen und damit auch mehr Schülerinnen und Schüler für den Biber-Test mobilisieren lassen, so hat das BWINF mit seinem Online-Test womöglich einen großen Teil dazu beigetragen, dass IT nicht mehr nur Thema an der Universität – sondern bereits in der Schule ist.

Ähnliche Beiträge

Rückmeldungen