Interview: Was macht Freelancing in der IT-Branche aus?

5 Fragen an einen IT-Berater

Freelancing ist eine spannende Form des Arbeitens und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Von flexibel abstimmbaren Arbeitszeiten über faire Entlohnung bis hin zu spannenden und abwechslungsreichen Aufgaben ist alles möglich. Erfahre im Interview aus erster Hand von Finn, worauf es beim Freelancing ankommt und was möglich ist!

Frage 1: Wie bist du auf das Freelancing aufmerksam geworden und was hat dich überzeugt es auszuprobieren?

Finn: Freelancing war schon früh eine interessante Beschäftigungsform für mich. Ich habe mir regelmäßig Blogbeiträge und Artikel in Zeitschriften (bspw. „Digitale Nomaden“) durchgelesen, die verschiedenste Arten von Freelancing beschreiben. Durch Campus Consult bot sich mir dann die Möglichkeit es einfach mal selbst zu probieren, ohne großen finanziellen Investment, wie es für eine Selbstständigkeit oft von Nöten ist. Der größte Vorteil am Freelancing ist auf jeden Fall die Ungebundenheit. Ohne Festanstellung sind Arbeitszeiten flexibel abstimmbar und man ist nicht an nur einen Arbeitgeber gebunden. Auf diese Weise bietet sich dann auch die Chance verschiedenste Projekte bei unterschiedlichen Kunden zu begleiten und den eigenen Horizont ständig zu erweitern.

Frage 2: Was genau machst du überhaupt als Freelancer bei der Campus Consult PM GmbH?

Finn: Ich bin zurzeit bei einem großen Maschinenbauhersteller beschäftigt. Dort dokumentiere ich die Prozesse in der IT-Abteilung und vergleiche diese mit dem IT-Framework ITIL. Ziel ist es einen Überblick über die eigenen Prozesse zu bekommen, eventuelle Neustrukturierungen durchzuführen und eine Grundlage für Zertifizierungen zu schaffen. Zusätzlich überarbeite ich zusammen mit Projektmanagern das Projektmanagementhandbuch der IT-Abteilung und stelle den Mitarbeitern des Unternehmens die neugewonnenen Praktiken interaktiv über einen Sharepoint zur Verfügung. Zudem unterstütze ich zusätzlich noch bei Analysen im Vertrieb und in dem Prozessmanagement bei der Einführung eines ERP-Systems. Ich bin also auch Abteilungsübergreifend tätig und kann an unterschiedlichsten Sachverhalten arbeiten.

Frage 3: Vor welche Herausforderungen stellt dich das Freelancing? (Bspw. Vorteile, Nachteile, Versicherung, Startkapital, Steuern, Rente, Weiterbildung, Skills. Aufträge finden)

Finn: Da ich nebenbei meinen Master im Wirtschaftsingenieurwesen mache, ist Freelancing für mich zurzeit die flexibelste und attraktivste Arbeitsform. Allgemeine Herausforderungen ergeben sich dabei trotzdem auch im Zeitmanagement und der Kombination von Pflichtterminen in der Uni und den zeitintensiven Einsätzen auf dem Projekt. Wobei mir meiner Meinung nach das Freelancing aufgrund der Flexibilität noch am meisten Spielraum gibt beides unter einen Hut zu bekommen. Zudem wird das Thema Steuern als Freelancer obligatorisch, da die Steuererklärung zur Pflicht wird. Abgesehen davon, dass eine Steuererklärung auch für nicht Freelancer absolut sinnvoll ist, musste ich mich erstmal in das oft nicht sehr beliebte Thema einlesen. Ein gewisses Maß an finanzieller Bildung sollte auf jeden Fall mitgebracht werden, da man sich als Freelancer auch um die eigene Rente kümmern muss und automatische Abzüge vom Gehalt nicht stattfinden. Zudem ist es notwendig, sich selbst weiterzubilden und in seinen eigenen Tätigkeitsbereichen immer „up-to-date“ zu sein. Bei der Suche nach neuen Aufträgen wird man tatkräftig durch Campus Consult unterstützt. Die Vertriebler versuchen immer das perfekte Match von Berater und Unternehmensanforderung zu finden. Auch wenn man gerne mal das Projekt wechseln möchte, versucht Campus Consult einem dies so gut es für alle Beteiligten geht zu ermöglichen.

Frage 4: Was war deine bisher positivste/negativste Erfahrung als Freelancer?

Finn: Meine positivste Erfahrung war auf jeden Fall die steile Lernkurve in den Projekten. Jedes Projekt und jeder neue Sachverhalt an dem man arbeitet erweitert den eigenen Horizont und ist extrem wertvoll für das eigene Gesamtverständnis. Ich denke, dass man als Freelancer einfach mehr rumkommt, verschiedene Branchen, Arbeitgeber und Leute kennenlernt und insgesamt mehr unterschiedliche Erfahrungen sammelt, als in einer Festanstellung. Negativ am Freelancing ist natürlich, dass man kein Geld verdient, wenn man nicht arbeitet. Urlaub und Krankheit sind immer unbezahlt und man muss zusehen, dass man solche Zeiten finanziell überbrücken kann. Bisher habe ich in dieser Hinsicht aber noch keine extremen Erfahrungen machen müssen.

Frage 5: Würdest du den Schritt zum Freelancer weiterempfehlen? Was sollte man dafür mitbringen?

Finn: Ich kann den Schritt zum Freelancer insbesondere in jungen Jahren absolut weiterempfehlen. Man nimmt eine sehr interessante Rolle in den Unternehmen ein, es lohnt sich gerade als Student auch finanziell und man bleibt flexibel. Mitbringen sollte man auf jeden Fall eine große intrinsische Motivation in Bezug auf die behandelten Themenbereiche, Lernbereitschaft, Aufgeschlossenheit, die Fähigkeit sich selbst zu organisieren und eigene Flexibilität was Arbeitszeit und Ort angeht. Zudem sollte man stark kundenorientiert arbeiten und kein Problem damit haben, mit Managern und höheren Positionen lösungsorientiert zu kommunizieren. Ich danke für das Interview und wünsche dir einen sonnigen Tag!

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